Sonntag, 31. März 2019

Bologna 2

Wir sind erst eine Nacht in unserer Ferienwohnung und trotzdem kommt es mir vor, als wären wir schon Wochen hier. Das hängt wohl damit zusammen, dass es so viele neue Eindrücke sind, die wir hier haben..
Am Mittwoch morgen hole ich Brötchen. Es ist hier alles ganz nah: Bäcker, Metzger und kleiner Supermarkt, so dass wir uns um unser leibliches Wohl keine Sorgen machen müssen. Das einzige, was uns in der Ferienwohnung fehlt, ist WiFi. Aber da kann man nichts machen. Zum Frühstück gibt es Eier, ganz wie zu Hause. Für den Kaffee haben wir eine kleine italienische Kaffeemaschine.
Wir haben beschlossen, heute den Bus zu nehmen damit wir nicht so viel laufen müssen. Das ist praktisch, denn zur Haltestelle sind es nur 50 Meter und die Linie 11 fährt bis zum "Mercato delle Erbe", einer Markthalle. Wir haben sie uns allerdings größer vorgestellt und Markthallen haben wir schon viele gesehen und so haben wir auch nichts fotografiert. Aber uns alle die tollen Sachen angesehen, die es so nur in Italien gibt.
So gehen wir weiter über die "Via Monte Grappa" zum "Mediiaval Museum" und zum "Palazzo Favi". Hier gibt es viele Skulpturen zu bewundern. und nebenan eine Ausstellung zu 50 Jahre "Sturmtruppen", einer italienischen Comicserie, die die deutschen Soldaten in den Weltkriegen verarscht und wohl auch antimilitärisch sein soll. Ich kenne diese Reihe nicht aber vielleicht gibt sie es auch auf deutsch. Im Gebäude gibt auch ein Café und das nützen wir natürlich aus. Kaffee auf italienisch ist Espresso und der bei uns übliche große Kaffee heißt hier "Cafe americano".
An der Cathedrale San Pietro vorbei geht es ins Universitätsviertel. Hier hat uns Antonia die "Osteria dell Orsa"  (Gasthaus zur Bärin) empfohlen. Es war brechend voll und zum Glück einTisch mit zwei Plätzen noch frei. Ich habe Tortellini in Fleichbrühe und Karin Tagliatelle mit ragou bolognese, zwei Bologneser Spezialitäten bestellt. In dieser Gegend merkt man gleich, dass man im Universitätsviertel ist: es hat jede Menge Studenten. In Bologna sollen es 100000 sein! Es ist bestimmt auch interessant, in solch alterwürdigen Gebäuden zu studieren. Schlißlich soll Bologna die älteste Universität haben.
Blick von der Basilika
Wir laufen weiter, bis wir zu den "Due Torri" - den Zwei Türmen" kommen. Sie heißen Asinelli und Garisenda. Der Garisenda ist der höhere der beiden und eigentlich wollten wir gleich hinaufsteigen (498 Stufen!!!) aber wir müssen uns erst in der Tourist Information ein Ticket kaufen. Also auf zum Tourist Office. Dort kaufen wir uns Tickets für Freitag um 15:30 Uhr. Anschließend gehen wir zunächst zur Basilika San Petronio, wo man auf eine Galerie kann. Dort wird der Zugang allerdings erst um 15 Uhr aufgemacht. Dafür haben wir die Basilika angeschaut, die die fünftgrößte auf der Welt sein soll. Auf der Rückseite der Basilika erwerben wir zwei Tickets für den Besuch der Gallerie. Der Verkäufer erklärt uns, dass die Bauarbeiten an der Basilka in einem Jahr abgeschlossen sein sollen und man dann nicht mehr auf die Galerie kann. Als wir mit einem Bauaufzug oben ankommen verstehen wir das: die Terrasse ist mit den Bauarbeiten entstanden und ein Teil des Baugerüstes. So kann man auch Geld verdienen.
Zum Abschluss des Tages schlendern wir noch durch das Quadrilatero Viertel, das früher viele Marktstände hatte, heute aber mehr ein Fressviertel ist. Wir besuchen auch das Geschäft "Tamborini", das wir aber gar nicht so interessant fanden, sondern nur teuer. Es gibt da andere, wo der Himmel
Typische Auslage
wirklich voller Schinken (aus Parma) hängt und die Käselaibe (Parmaggiano Reggiano) liegen.
Dann geht es über die Cathedrale San Domenico in einem Bogen wieden nach Hause. Jetzt machen wir erst mal Siesta. Die Kälte hat uns doch zugesetzt.

Später gehe ich nochmal zur Bushaltestelle um zu sehen, ober es von hier einen Bus zum Bahnhof gibt. Die Linie 11 fährt zum Busterminal und von dort sind es vielleicht 50 Meter zum Bahnhof. Morgen fahren wir nämlich nach Ravenna. Da ich Hunger bekomme beschließe ich, noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen: Mortadella, die schmeckt hier viel besser als in Deutschland und wird hauchdünn aufgeschnitten, Ricotta und Gorgonzola, der mit eiem Löffel aus dem Laib geschöpft wird und Weißwein damit wir unseren Apeitivo zu Hause nehmen können. Dazu noch ein Brötchen und eiem gemütlichen Abend steht nichts mehr im Wege.

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