Mittwoch, 10. April 2019

Marseille 3


Dienstag, 9. April 2019

Unser zweiter und letzter Tag in Marseille. Wir gehen wieder beim gleichen Restaurant frühstücken, wie gestern. Ich glaube, er hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Heute wollen wir zur Basilika Notre Dame de la Garde, einer Kirche, die majestätisch auf einem Berg thront.
Der Bus Nr. 60 fährt am alten Hafen ab und wir können bis nach oben fahren. Der Ausblich über die Stadt und das Meer ist grandios.Alles ist so klein da unten. Und auf der höchsten Stelle der Kirche steht eine goldene Marienstatue. Auch das Innere ist ganz toll. Es ist schon irre, wie viel Geld und Arbeitskraft für solchen Bauten aufgewandt wurden und heute noch zum Erhalt aufgewendet werden.
Wir fahren wieder mit dem Bus nach unten zum Hafen und dann mit der Metro zum zweiten Event des Tages: zum Place de Capucins. Hier findet täglich ein Obst- und Gemüsemarkt statt. Und rund um diesen Platz findet man alles, was was das Herz begehrt und aus Afrika kommt. Wir streifen durch die Gassen mit ihren afrikanischen Läden und Restaurants. Als wir Hunger bekommen, beschließen wir, in einer tunesischen Gaststaääte zu essen - natürlich auf der Straße. Karin bestellt Brick, ein frittierter Fladen mit Ei und Crevetten gefüllt, ich Leblebi, eine Suppe mit Kichererbsen, Ei und Thunfisch. Es schmeckt köstlich.
Anschließend streifen wir weiter durch die Straßen, holen Geld und finden eine afrikanische Schneiderei, bei der wir zwei Pakete Stoff kaufen. Jetzt können unsere MAHZUKAM-Näherinnen wieder nähen.
Jetzt haben wir noch Zeit und wir fahren zum Palais Longchamp. Unterwegs sehen wir wieder eine Kirche mit zwei spitzen Kirchtürmen. Wir steigen aus der Bahn und stellen fest, dass es die einzige evangelische Kirche in Marseille ist. Auf einem Platz nebenan trinken wir einen Kaffee bevor wir die Kirche besichtigen. Dann geht es weiter zum Palais Longchamp.
Das ist das ehemalige Wasserwerk von Marseille und ein wirklicher Prachtbau. Es geht über eine Treppe nach oben an einem Wasserfall mit Figuren vorbei. Sie zeigen wohl, dass durch das Wasser, das von der Durance aus 85 km Entfernung über Tunnels und Aquädukte nach Marseille gebracht wurde, die Landwirtschaft aufgeblüht ist. Hinter dem Palast ist ein Park angelegt mit Brunnen und Spielplatz.
Mit der Bahn fahren wir wieder zurück zum Cours Belsunce. Dort gehen wir etwas essen in einem Restaurant, das türkische und kurdische Gerichte anbietet. Hier funktioniert die Verständigung zwischen Türken und Kurden offenbar. Wir bestellen Kofte und gemischte Vorspeisen zu je neun Euro. Es schmeckt wieder prima und wir werden gut satt.
Wenn man ein wenig schaut und nicht immer französische Küche braucht, kann man in Marseille gut und auch nicht zu teuer essen.
Wir kaufen noch für die Fahrt morgen ein und gehen dann ins Hotel zurück.
Nach einer Ruhepause machen wir noch einen Abendspaziergang an den Hafen. Die Notre Dame de la Garde strahlt auf dem Berg über alles.
Von unserem Zimmerfenster aus sehen wir tatsächlich das beleuchtete Riesenrad beim MuCEM.
Noch ein Schlummertrunk und es geht zu Bett. Am nächsten Morgen müssen wir früh raus.

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