Dienstag, 9. April 2019
Unser zweiter und
letzter Tag in Marseille. Wir gehen wieder beim gleichen Restaurant
frühstücken, wie gestern. Ich glaube, er hat das beste
Preis-Leistungs-Verhältnis.
Heute wollen wir
zur Basilika Notre Dame de la Garde, einer Kirche, die majestätisch
auf einem Berg thront.
Der Bus Nr. 60
fährt am alten Hafen ab und wir können bis nach oben fahren. Der
Ausblich über die Stadt und das Meer ist grandios.Alles ist so klein
da unten. Und auf der höchsten Stelle der Kirche steht eine goldene
Marienstatue. Auch das Innere ist ganz toll. Es ist schon irre, wie
viel Geld und Arbeitskraft für solchen Bauten aufgewandt wurden und
heute noch zum Erhalt aufgewendet werden.
Wir fahren wieder
mit dem Bus nach unten zum Hafen und dann mit der Metro zum zweiten
Event des Tages: zum Place de Capucins. Hier findet täglich ein
Obst- und Gemüsemarkt statt. Und rund um diesen Platz findet man
alles, was was das Herz begehrt und aus Afrika kommt. Wir streifen
durch die Gassen mit ihren afrikanischen Läden und Restaurants. Als
wir Hunger bekommen, beschließen wir, in einer tunesischen
Gaststaääte zu essen - natürlich auf der Straße. Karin bestellt
Brick, ein frittierter Fladen mit Ei und Crevetten gefüllt, ich
Leblebi, eine Suppe mit Kichererbsen, Ei und Thunfisch. Es schmeckt
köstlich.
Anschließend
streifen wir weiter durch die Straßen, holen Geld und finden eine
afrikanische Schneiderei, bei der wir zwei Pakete Stoff kaufen. Jetzt
können unsere MAHZUKAM-Näherinnen wieder nähen.
Jetzt haben wir
noch Zeit und wir fahren zum Palais Longchamp. Unterwegs sehen wir
wieder eine Kirche mit zwei spitzen Kirchtürmen. Wir steigen aus der
Bahn und stellen fest, dass es die einzige evangelische Kirche in
Marseille ist. Auf einem Platz nebenan trinken wir einen Kaffee bevor
wir die Kirche besichtigen. Dann geht es weiter zum Palais Longchamp.
Das ist das
ehemalige Wasserwerk von Marseille und ein wirklicher Prachtbau. Es
geht über eine Treppe nach oben an einem Wasserfall mit Figuren
vorbei. Sie zeigen wohl, dass durch das Wasser, das von der Durance
aus 85 km Entfernung über Tunnels und Aquädukte nach Marseille
gebracht wurde, die Landwirtschaft aufgeblüht ist. Hinter dem Palast
ist ein Park angelegt mit Brunnen und Spielplatz.
Mit der Bahn fahren
wir wieder zurück zum Cours Belsunce. Dort gehen wir etwas essen in
einem Restaurant, das türkische und kurdische Gerichte anbietet.
Hier funktioniert die Verständigung zwischen Türken und Kurden
offenbar. Wir bestellen Kofte und gemischte Vorspeisen zu je neun
Euro. Es schmeckt wieder prima und wir werden gut satt.
Wenn man ein wenig
schaut und nicht immer französische Küche braucht, kann man in
Marseille gut und auch nicht zu teuer essen.
Wir kaufen noch für
die Fahrt morgen ein und gehen dann ins Hotel zurück.
Nach einer
Ruhepause machen wir noch einen Abendspaziergang an den Hafen. Die
Notre Dame de la Garde strahlt auf dem Berg über alles.
Von unserem
Zimmerfenster aus sehen wir tatsächlich das beleuchtete Riesenrad
beim MuCEM.
Noch ein
Schlummertrunk und es geht zu Bett. Am nächsten Morgen müssen wir
früh raus.
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